Leighton Areal – 3.Preis

N N 49°47`03.63„
O O 9°58`48.52„
Leighton Areal
97074 Würzburg

Ziel der städtebaulichen Planung im Bereich des Leighton-Areals ist es, der Universität und der Stadt Würzburg ein qualitativ hochwertiges Wachstum auf dem ehemaligen Kasernengebiet zu ermöglichen und den für viele bisher unbekannten Ort mit einer neuen Identität und einem attraktiven Angebot an zivilen Nutzungen und hochwertigen Freiräumen auszustatten. Ein Ort, der von den Menschen angenommen wird und sich selbstverständlich in Stadt und Landschaft integriert.

Hierzu wird ein stabiles Grundgerüst für eine zukünftige Entwicklung vorgegeben, das robust genug ist, auf wechselnde Bedürfnisse reagieren zu können. Es gliedert sich in verschiedene Quartiere, die miteinander und mit der Umgebung verknüpft werden. Wichtige Bausteine, die dem neuen Stadtteil Halt geben, sind die Freibereiche. Vorhandene Grünzüge werden von Außen in das Plangebiet geführt und miteinander vernetzt. Die einzelnen Quartiere werden in die Landschaft eingebettet, so dass Bebauung und Landschaft sich verzahnen. Der Grünzug Hubland wird im Bereich des Plangebietes als parkähnliche, landschaftliche Grüne Fuge fortgeführt und mit den bestehenden Grünstrukturen im Norden und Westen vernetzt. Er kreuzt den zentralen in Ost-Westrichtung verlaufenden Grünbereich, der sich im Bereich der ehemaligen Landebahn befindet und den Kern der geplanten Landesgartenschau bildet. Die alleeartigen Baumbestände werden hier weitgehend erhalten und so ergänzt, dass der Blickbezug zur Festung Marienberg weiterhin unverstellt bleibt.

Bebauung und Landschaft greifen ineinander – Die „Grünfugen“ tragen dazu bei, dass die Landschaft auch im Innern der Quartiere erlebt werden kann. Das äußere Freiraumsystem wird durch eine Folge ausdifferenzierter öffentlicher Räume in den einzelnen Quartieren ergänzt. Durch diese Plätze wird eine hohe Wohn- und Aufenthaltsqualität erreicht. Einen wichtigen Entwurfsansatz stellt die Vernetzung des Leighton Areals mit der Umgebung dar. Ziel ist es, die vorhandenen räumlichen Barrieren zu überwinden und Verbindungen zu den bestehenden Stadtteilen und Quartieren herzustellen. Ein verbindendes Element kann beispielsweise der Sportbereich im Südosten darstellen. An dieser Stelle verbindet eine großzügige Fuß- und Radwegeverbindung den neuen Stadtteil mit der Gemeinde Gerbrunn.

Das Gebiet wird im Westen und Osten über die der Rottendorfer Straße erschlossen, die im Zentrum unterbrochen wird, um Shortcuts für den Durchgangsverkehr zu vermeiden. Im Süden wird es über einen Kreisverkehr an die Straße am Galgenberg angebunden. Die Straßenbahn führt entlang des Boulevards in das Zentrum des Plangebiets. Sie wird entlang des zentralen Grünzugs bis zum östlichen Rand des Areals geführt, biegt dort nach Süden Richtung Sportanlagen/Gerbrunn ab und wendet dort. Die Haltestellen sind so platziert, das eine möglichst flächendeckende Erschließung mit kurzen Wegen möglich ist. Die Parkierung wird oberirdisch über das Gebiet verteilt. Die Parkierung erfolgt entlang der Haupterschließungs- und Sammelstraßen. Lediglich im Bereich des Zentrums (verdichteter Wohnungsbau, zentrale Nutzungen) sind zum Teil Tiefgaragen vorgesehen. Eine größere Anzahl Stellplätze befindet sich am südlichen Rand des Uni-Areals, direkt an der Zufahrt über den Kreisverkehr.

Im europäisch, offenen städtebaulichen Wettbewerb wurde unsere Vision vom neuen Stadtteil Hubland mit dem 3.Preis ausgezeichnet.