Referenz: Trizyan Tower

Trizyan Tower

Städtebau
Der Blick in die Augustinerstraße wurde seit 1929 von dem sogenannten Hochhaus Nr. 9 wesentlich bestimmt und definierte die Richtungsänderung des Straßenverlaufes.
Unter Berücksichtigung des städtebaulichen Kontextes und optimaler Ausnutzung des Baufeldes besteht die neue Gebäudestruktur aus drei abgestuften versetzten Säulen mit einer Kantenlänge von ca. 14 m. Die Traufhöhe der vorhandenen straßenbegleitenden Bebauung wird durch das Übergreifen der Verlängerung Arcaden im 1. – 3. OG aufgenommen.
Das transparente Treppenhaus und die Flure (Wintergarten) lassen die kubische Gebäudestruktur klar erkennen.

Fassade
Die Fassade mit viel Glas erhält Transparenz, bildet aber dennoch einen stabilen Baukörper. Ein mit Sichtbeton verkleidetes Skelett, welches sich als Gefüge in der Perspektive schließt, nimmt die geschlossene vorhandene Bebauung auf. Durch den geschoßweisen Vorsatz der Fenster erreicht man eine angenehme Lebendigkeit. Durch die Verwendung unterschiedlich großer Fensteröffnungen eine zusätzliche Belebung.
Die gesamte Hausoberfläche sucht das Spiel der Ausgewogenheit vertikaler und horizontaler Betonung. Keine vertikale Feierlichkeit oder horizontale Bänderung, sondern eine durchlöcherte, durchstanzte Fläche ähnlich einem Strichcode.

Grundrißtypologie
Die drei geplanten Säulen werden im Kern erschlossen und können als Einzelbaukörper oder zusammengeschaltet werden, um eine möglichst große Flexibilität zu erreichen.
Im EG und 1. OG sind ein Ladengeschäft und im 2. – 6. OG Büroräume oder Arztpraxen geplant, die noch individuell aufgeteilt werden können. Im 7 – 10. OG sind 1 – 4 Zimmerwohnungen für die unterschiedlichsten Wohnbedürfnisse vorgesehen. Gemeinsam ist bei allen Wohnungen ein fließender offener Grundriss, der weite Blicke zulässt und dadurch, selbst in den kleineren Wohnungen, eine besondere Großzügigkeit vermittelt.

Würzburgeingeladener Wettbewerb 2007